Neuestes Best-Practice: International Promovieren an der TU Chemnitz

Das Projekt „International Promovieren an der TU Chemnitz“, kurz InProTUC, zielt darauf ab, den wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz gezielt und adäquat zu fördern, die Internationalisierung auszubauen sowie geeignete Fördermaßnahmen für (internationale) Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen zu gestalten.

Zu den Maßnahmen des Projekts gehören Information, Mobilitätsförderung, verstärkte Integration internationaler Promovierender, Weiterbildung sowie die verstärkte internationale Vernetzung. Diese stehen Angehörigen aller acht Fakultäten der TU Chemnitz offen.

Für Promovierende der TU Chemnitz stehen Förderungen für Tagungsteilnahmen und Forschungsaufenthalte zur Verfügung. Außerdem können Kennenlernaufenthalte von internationalen Promotionsinteressierten sowie Forschungsaufenthalte internationaler Promovierender gefördert werden. Diese tragen zur Erhöhung der Qualität von Forschungsarbeiten, der frühzeitigen grenzübergreifenden Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses, zur Rekrutierung internationaler Promovierender sowie zu einer besseren internationalen Sichtbarkeit der TU Chemnitz bei.

Im Rahmen des InProTUC-Mentoringprogramms werden internationale Promovierende mit wissenschaftlichen Mitarbeitenden, Promovierenden und Promovierten der TU Chemnitz zusammengebracht. Damit steht internationalen Doktoranden und Doktorandinnen ein weiteres Betreuungsangebot offen, das über die Beziehung zum Doktorvater/zur Doktormutter hinausgeht und gleichzeitig den Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie die Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördert.
Weiterbildungsangebote, bspw. im Bereich der internationalen Forschungskompetenz oder der interkulturellen Sensibilisierung, verbessern fachlich-methodische Fähigkeiten und befördern sprachliche, interkulturelle und individuelle Kompetenzen von Promovierenden.

Im Rahmen von sogenannten Kontaktreisen und Kontakttreffen zwischen Hochschullehrenden der TU Chemnitz mit international Forschenden wird das internationale Netzwerk der TU Chemnitz ausgebaut und vertieft, grenzübergreifende Forschungsvorhaben werden angestoßen, neue Netzwerke für die Promovierendenausbildung geschaffen und die internationale Sichtbarkeit der TU Chemnitz erhöht.

Weitere Informationen:

 

Neues Projekt: Biotechnology in Mining – integration of new technologies into educational practice

Die TU Bergakademie Freiberg (TU BAF) und die National Technical University (NTU) „Dnipro Polytechnic“ arbeiten zusammen mit dem Institut für Ökologie der NTU und dem Institut für Biowissenschaften der TU BAF, um die Lehre auf dem Gebiet „Biotechnologie im Bergbau“ an der NTU zu fördern.

Dabei wurden jeweils Bachelor- und Mastermodule zu mikrobiellen bzw. pflanzenbasierten Biotechnologien entwickelt: „Fundamentals of Microbiology for Mining“ und „Fundamentals of Phytoremediation“ für das Bachelorstudium, „Biomining (Part I. Microbial Technologies in Mining)“ und „Biomining (Part II. Phytomining)“ für das Masterstudium.

In all diesen Modulen wird ein Schwerpunkt auf die praktische Anwendung dieser Technologien gelegt. Der Transfer von Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten erfolgte in Form unterschiedlicher Aktivitäten:

(1) Vorlesungen von Hochschullehrern der TU BAF an der NTU zu den Themen „Fundamentals of Microbiology for Mining“, „Fundamentals of Phytoremediation“ und „Technologies of microbial leaching of metals“; Diese Vorlesungen dienten als Grundlage für die Dozenten der NTU zur Entwicklung entsprechender eigener Vorlesungen.

(2) Praktika von Studierenden der NTU (Masterstudiengänge Ökologie und Bergbau) am Institut für Biowissenschaft der TU BAF zu den Themen „Phytomining“ und „Microbiology in Mining“: Die Inhalte und Versuche dieser Praktika wurden gemäß den fachlichen und didaktischen Zielsetzungen und der technischen Möglichkeiten in Praktika an der NTU f ür Ökologie- und Bergbaustudierende eingebaut.

(3) Aufbau eines Labors an der NTU: Mit Mitteln des DAAD wurde an der NTU ein chemisch-biologisches Labor zu experimentellen Arbeiten über pflanzen- und mikrobenbasierte Technologien im Bergbau eingerichtet.

(4) Masterarbeiten unter gemeinsamer Betreuung durch NTU und TU BAF: Studierende des Studiengangs Ökologie an der NTU verteidigten erfolgreich ihre Masterarbeiten zu den Themen ”Studying the Environmental Hazard Level of Soil Pollution by Vehicles and Developing Methods for its Decreasing” sowie “Studying the Possibility of Using Brown-Red Clay for Reclamation of Waste Rock of Coal Pits of Western Donbas”, wofür die praktischen Arbeiten teilweise an der TU BAF stattfanden. Die Absolventen konnten ihre Masterarbeiten auf mehreren nationalen Konferenzen in der Ukraine vortragen.

(5) Fachexkursionen in Bergbaubetriebe der Ukraine: Im Rahmen von drei Exkursionen wurden Bergbaubetriebe in der Umgebung von Dnipro, mit welchen die NTU kooperiert, besichtigt mit Schwerpunkt Gewinnung der Ressourcen, Umweltbeeinträchtigungen, Rekultivierung / Wiedernutzbarmachung von Bergbaufolgeflächen, Wiederverwendung von Asche- und Schlackeabfällen von Wärmekraftwerken und von Rückständen der Kohleaufbereitung. Die gemeinsam erarbeiteten Module wurden inzwischen in die Studienablaufpläne der Studiengänge Umweltwissenschaften, Bergbau und Geologie an der NTU integriert.

Mehr dazu kann man hier erfahren:

Zur Homepage des Projekts

 

Neues Projekt: Young GEOMATENUM International

Die TU Freiberg hat das Projekt Young GEOMATENUM International entwickelt, um die Zahl an internationalen Promovierenden der TU Bergakademie Freiberg zu erhöhen. Mobilitätsförderungen sowie internationale Promotionsprogramme sollen dies ermöglichen. 

Die strategische Verknüpfung der Projektaktivitäten steht für Young GEOMATENUM International während der zweiten Förderphase im Mittelpunkt. Unter anderem sollen individuelle Mobilitätsförderungen mittelfristig den Aufbau internationaler Promotionsprogramme und Hochschulpartnerschaften unterstützen, um den internationalen Austausch von Arbeitsgruppen und Kooperationen durch strukturelle Netzwerke weiter zu intensivieren/zu fördern. Weiterhin wird am Ziel gearbeitet, die Zahl internationaler Promovierender zu erhöhen und Promovierenden der TU Bergakademie Freiberg, internationale Erfahrungen während der Promotionsphase in ihrem Forschungs- und Tätigkeitsfeld zu ermöglichen.

https://tu-freiberg.de/grafa

Kernidee

1) die zielgerichtete Qualifizierung von Promovierenden für eine Tätigkeit im internationalen
Umfeld der Ressourcensicherung einschließlich der Durchführung eines jährlichen interdisziplinären
Doktorandenkolloquiums
2) Erhöhung der internationalen Mobilität / Ermöglichung internationaler Erfahrungen im
Forschungs- und Tätigkeitsfeld während der Promotionsphase / Unterstützung des Aufbaus
individueller internationaler Netzwerke
3) Anwerbung und Bindung internationaler Doktorand_innen / Steigerung der Anzahl
internationaler Bewerbungen / Erhöhung des Anteils internationaler Doktorand_innen
4) Aufbau internationaler Hochschulpartnerschaften für die Doktorand_innenförderung (Aufbau
internationaler Promotionsprogramme)

 

Neuestes Best Practice: Centre for Business and Technology in Africa

Afrika ist ein Kontinent im Aufbruch: Wirtschaft und Technologie entwickeln sich rasant weiter und eröffnen den Menschen sowie Unternehmen viele Möglichkeiten. Das Centre for Business and Technology in Africa der Hochschule Flensburg möchte diesen faszinierenden Wandel begleiten. Es unterstützt innovative Projekte, aufstrebende Betriebe und hochwertige Ausbildung vor Ort, indem Menschen zusammengebracht werden, Wissen geteilt und der Austausch gefördert wird. Die Kernkompetenzen des Centre liegen im Bereich Wirtschaft und Technologie. Zu dem Lehrangebot gehören so beispielsweise Kurse über Managementfallstudien in Afrika, über Führungsstil und Organisationsformen in Afrika, über kulturübergreifende Kommunikation und Konfliktlösung zwischen deutschen und afrikanischen Partnern sowie über Investieren in Afrika. Diese Kurse sind Teil der MINT Ausbildung, insbesondere in Studiengängen der Informatik und Regenerativer Energien.

„Austausch“ in allen Formen und auf jeder Ebene hat die oberste Priorität.
Das Centre bieten folgende Austauschmöglichkeiten an:
  • dreimonatige Lehraufträge
  • Austauschsemester
  • Praktika
  • Exkursionen an.
  • eine Autumn School in Flensburg
  • eine Spring School in Afrika
Darüber gibt es Podiumsdiskussionen und öffentliche Veranstaltungen, die sich mit aktuellen Themen rund um die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas befassen.

www.africacentre.de www.facebook.com/AfricaCentreFlensburg Infobroschüre

Zum vollständigen Best-Practice-Eintrag: https://club-mint.org/best-practice/centre-for-business-and-technology-in-africa/ 

Neue Sprachtandem-Online-Plattform für Kölner Studierende

Das International Office der Universität zu Köln hat eine Social-Media-Plattform entwickelt, auf der Fremdsprachenlerner*innen eine/n passende/n Tandempartner*in finden können. Das Ziel des Projekt TANDEM ist es die Fremdsprachenkenntisse der Studierenden zu verbessern sowie deren interkulturelle Kompetenzen auszubauen.

Das Portal kann von Studierenden aller Kölner Universitäten sowie von Studierende der RWTH Aachen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universität Bonn und der Universität Wuppertal genutzt werden.

http://www.tandem-unikoeln.de/index.php

Neuestes Best-Practice: Support Center for (International) Engineering Students – SCIES

Vor 10 Jahren begann das Support Center for (International) Engineering Students – SCIES – seine Beratungs- und Betreuungsarbeit für Studierende der Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Auch in der vorlesungsfreien Zeit stehen hier täglich kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Zusätzlich zur persönlichen Beratung haben Studierende und Studieninteressierte die Möglichkeit, per Telefon oder E-Mail ihre Fragen oder Probleme vorzubringen und Hilfe zu bekommen.

Mit SCIES hat die Fakultät auf die Tatsache reagiert, dass wirkungsvolle Beratungsarbeit möglichst nah am Studierenden stattfinden muss. Dementsprechend bietet SCIES den Studierenden eine Anlaufstelle, wo diese schnell Informationen erhalten, Fragen ausführlich beantwortet bekommen, sich Tipps holen und Probleme loswerden können. Mit diesem Beratungsansatz stellt SCIES eine vorgelagerte Alternative zur Beratung durch die Fachberater dar, die dadurch entlastet werden. Zusätzlich wird durch SCIES das generelle Beratungsangebot an der Universität Duisburg-Essen vertiefend und studienbezogen ergänzt.

Neben der reinen Studierendenberatung und -betreuung organisiert SCIES noch eine Fülle weiterer Maßnahmen im Rahmen des Studiums. So nimmt SCIES im Bereich der fakultätsinternen Veranstaltungs- und Prüfungsplanung eine Mittlerrolle zwischen Studierenden, Lehrenden und dem Bereich Prüfungswesen ein. Viele Fragen der Studierenden betreffen genau diesen Bereich des Studiums, weshalb ihnen somit die Informationen aus einer Hand gegeben werden können. Ziel ist es, einen möglichst reibungslosen Studienverlauf zu gewährleisten.

Unter dem Motto „Studis raus!“ bietet die Fakultät in jedem Jahr eine Veranstaltung zum Auslandsaufenthalt für Studierende an, die von SCIES und der Kommission für Internationales organisiert wird. Ein Auslandsaufenthalt bietet künftigen Ingenieuren die Möglichkeit, über den Tellerrand zu blicken und erste Erfahrungen in einem anderen Kulturkreis zu sammeln. SCIES berät und unterstützt die Studierenden im Hinblick auf die Planung, Organisation, Finanzierung und Durchführung des Aufenthalts an einer Gasthochschule im Ausland.
Im Laufe der Jahre ist auch die Koordination der Vorkurse dazugekommen. Deren Ziel ist es, einen sanften Einstieg in den Studienbetrieb zu gewährleisten und in der Vorstudienphase Unsicherheiten auszugleichen und individuelle Potenziale zu erkennen.

Weiterhin koordiniert SCIES das Mentoring-Programm der Fakultät. Dieses unterstützt Studierende in der Studieneingangsphase, während des Studienverlaufs sowie bei Abschluss des Studiums.
Darüber hinaus werden bei SCIES auch Austauschstudierende sowie Gastdozenten betreut. Dazu gehört auch Hilfe bei der Wohnungssuche.

Einen Zuschuss für den Auslandsaufenthalt oder das Studium kann jeder gebrauchen. Deshalb bietet SCIES auch eine Stipendienberatung an. SCIES ist für die über 11.000 angehenden Ingenieure an der Fakultät in allen Fragen erster Ansprechpartner, liefert Informationen aus einer Hand und hilft den Studierenden, das Beste aus ihrem Aufenthalt an der Universität herauszuholen.

http://www.uni-due.de/scies

weitere Informationen:

Neuestes Best-Practice: MIN Graduiertenschule International

Die MIN Graduiertenschule International ist ein DAAD-gefördertes Projekt an der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaft (MIN) der Universität Hamburg. Sie strebt an, die internationale Sichtbarkeit der Forschungsleistung Promovierender zu erhöhen, deren internationale Mobilität zu fördern und besonders geeignete internationale Bewerber und Bewerberinnen für eine Promotion an der MIN Fakultät in Hamburg zu gewinnen.
Zur Erreichung der übergeordneten Ziele wurde in den vergangenen Jahren ein auf die besonderen Bedürfnisse junger Wissenschaftler maßgeschneidertes Angebot an Maßnahmen etabliert.

So bieten seit Januar 2015 zwei akademische Tutoren wöchentliche Beratungen für internationale Promovierende im Falle administrativer Herausforderungen bzw. bei Problemen des täglichen Lebens an. Zum Ausbau wissenschaftlicher und berufsqualifizierender Schlüsselqualifikationen organisiert die MIN Graduiertenschule International darüber hinaus fortlaufend ein weites Angebot englischsprachiger Soft-Skill-Kurse; beispielsweise „Scientific writing“, „Communication in science“ oder „Peer reviewed Publishing: Rules, Strategies and Pitfalls“. Um die Kommunikation und Vernetzung zwischen den deutschen und ausländischen Promovenden der MIN-Fakultät zu unterstützen, bietet die MIN Graduiertenschule International außerdem regelmäßige abendliche Doktorandentreffen mit überfachlichen Themen in Form von Vorträgen oder Paneldebatten an.

Darüber hinaus unterstützt die MIN Graduiertenschule International die Promovierenden der MIN-Fakultät auch finanziell im Rahmen verschiedener Ausschreibungen, so zum Beispiel bei der finanziellen Umsetzung von Forschungsvorhaben und Konferenzaufenthalten im Ausland.

Die MIN Graduiertenschule International bezuschusst außerdem Gruppen von Promovenden, die selbst einen internationalen Workshop im Hamburger Umfeld organisieren möchten. Workshops oder Summer Schools, die in einem relativ kleinen Kreis hochkarätigen Austausch fördern, sind eine geeignete Chance für Promovenden, eine internationale Karriere vorzubereiten.

Zudem bietet die MIN Graduiertenschule International interessierten internationalen Bewerbern und Bewerberinnen, die eine Promotion an der MIN-Fakultät der Universität Hamburg anstreben, die Möglichkeit zu einem einmonatigen Kennenlernaufenthalt. Hierbei können Unklarheiten bezüglich notwendiger Voraussetzungen der Promotionszulassung sowie Besonderheiten bei interdisziplinären Themen ausgeräumt, aber auch die Fakultät und die Stadt kennengelernt werden.

Zur Gewinnung herausragender internationaler Bewerberinnen und Bewerber für eine Promotion an der Universität Hamburg werden die offiziellen Stellenausschreibungen der Universität Hamburg darüber hinaus u. a. auf renommierten Internetportalen wie ResearchGate veröffentlicht oder bei internationalen Karrieremessen ausgestellt.

Ein besonderes Angebot der MIN Graduiertenschule International ist, dass Promovierende die Chance haben, ihre Arbeiten vor Veröffentlichung durch ein professionelles Lektorat Korrektur lesen zu lassen.

weitere Informationen:

Website:
https://www.min.uni-hamburg.de/en/min-graduiertenschule/min-graduiertenschule-international.html

 

Neuestes Best-Practice: Wissenschaftliche Schreib- und Sprechwerkstatt

Die Hochschule Darmstadt hat ein super Projekt für internationale Studierende entwickelt, welches ihnen bei der Eingliederung in den Hochschulalltag und mit den speziellen Anforderungen deutscher Hochschulen unterstützen soll:

Internationale Studierende kommen aus anderen Kulturen, in denen auch häufig andere kulturelle Standards gelten. Diese anderen Standards gelten ebenso im Hochschulalltag, genauer beim wissenschaftlichen Schreiben und Präsentieren. Ziel der beiden Veranstaltungen ist es daher, die internationalen Studierenden zunächst einmal über die kulturellen Standards im deutschen Wissenschaftsbetrieb beim Schreiben und Präsentieren zu informieren („Was wird eigentlich von mir erwartet?“) und dann die entsprechenden Standards zu üben bzw. anzuwenden. Darüber hinaus kommen internationale Studierende häufig aus Schulsystemen, in denen sie wenig oder gar keine Gelegenheit hatten, mündliches Präsentieren zu lernen oder zu üben. Sie sind daher ihren deutschen Kommilitonen, die bereits im Grundschulalter ihre ersten Präsentationen halten, deutlich unterlegen. Um eine Chancengleichheit für internationale Studierende zu gewährleisten, ist daher eine besondere Unterstützung wichtig.

Weitere Informationen hier:

Neuestes Best-Practice: MINT(um) Bachelor Plus

Mit dem Bachelor-Plus-Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik (BSEI+) als Pilotprojekt im Rahmen von MINT(um) Bachelor Plus verschafft die Technische Universität München (TUM) den Studierenden des Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik (BSEI, ca. 700 Studierende im ersten Fachsemester, hiervon 34% internationale Studierende, Stand WS17/18) bei Schwierigkeiten nach dem ersten Prüfungsblock mit diesem Projekt zusätzliche Zeit für eine studienbegleitende Nachqualifikation während des zweiten Fachsemesters (im Sinne einer Entschleunigung).

In dem nicht zulassungsbeschränkten Studiengang BSEI sind die Anforderungen in den ersten beiden Fachsemestern durch Grundlagen- und Orientierungsprüfungen (GOP) definiert. Die Prüfungen ermöglichen es den Studierenden, ihre Eignung in den Anforderungen der konkreten Fachrichtung zu überprüfen. Etwa 30 Prozent der Studierenden scheitern jedoch an der GOP durch ein endgültiges Nichtbestanden, weitere 10 Prozent beenden ihr Studium freiwillig. 95 Prozent der Studierenden mit bestandener GOP schließen dann jedoch das Studium erfolgreich ab. Die durchschnittliche Studiendauer liegt dabei deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
Eine signifikante Zahl Studierender verzögert die erste universitäre Leistungsfeststellung und erzeugt so einen Berg unbewältigter Aufgaben, die einem strukturiertem Studienablauf und Erfolg entgegenstehen. Bestehende Angebote zur Nachqualifikation im fachlichen bzw. sprachlichen Bereich finden im Kontext der hohen fachlichen und zeitlichen Anforderung wenig Resonanz, nur wenige Studierende suchen aktiv bei der Fachstudienberatung nach Unterstützung. Bei internationalen Studierenden erschweren unzureichende Fähigkeiten bei der Sprachrezeption und fachsprachliche Defizite den Studienerfolg zusätzlich.

BSEI+ motiviert Studierende zur Prüfungsteilnahme im ersten Fachsemester. Bei definiert knappem Misserfolg in den ersten Prüfungen und noch vor der sonst semestergleichen Durchführung der Wiederholungsprüfungen können sich Studierende aktiv für die Teilnahme an einem Nachqualifikationsprogramm BSEI+ entscheiden. Mit Learning Agreements werden individuell verbindliche Elemente einer fachlichen und sprachlichen Nachqualifikation vereinbart und der Studienplan des zweiten Fachsemesters durch Ausnahmen bei der Pflichtanmeldung zu GOP-Prüfungen entlastet. Bei positivem Nachweis des Kompetenzerwerbs in der Nachqualifikation werden Fristverlängerungen auch in weiteren Fachsemestern gewährt und Studierende anschließend wieder in den Regelstudienbetrieb eingeleitet.

Weitere Informationen:

Neuestes Best-Practice: Aktive Rekrutierung von (internationalen) Professorinnen

Professorinnen sind in den Ingenieurwissenschaften anhaltend unterrepräsentiert. Besonders in den technisch fokussierten Disziplinen ist es daher wichtig, weibliche Vorbilder sichtbar zu machen. Die Durchlässigkeit von Karrierewegen insbesondere für Frauen zu erhöhen, die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu erweitern sowie die Rekrutierung von internationalen Professorinnen zu fördern. Diese letzte Maßnahme gründet auf der Annahme, dass der Frauenanteil an Professor_innen in einigen Ländern höher ist und Internationalität wichtig ist für die Stärkung von Forschung, Lehre und Studium.

Zielsetzungen des Gastprofessorinnen-Programms
– Intersektionale Karrierewege für Frauen transparent machen
– Sichtbarkeit von exzellenten Frauen erhöhen
– Einblicke in den Alltag einer Professur ermöglichen
– Vernetzung der Gastprofessorinnen mit der Fachcommunity
– Vorbilder für Studentinnen und Wissenschaftlerinnen schaffen
– Weiterentwicklung des Lehrangebots in Bezug zu industrienaher Forschung
– Unternehmen für Studierende an der Universität sichtbar machen
– Erweiterung der Kooperationen zwischen Industrie und Universität
– Erprobung eines innovativen Ansatzes im Hinblick auf eine gleichstellungsorientierte Berufungspolitik

Weitere Informationen: