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Ergebnisse der Diskussion zur „International Graduate Education in Germany and Abroad“

Eine internationalisierte Doktorandenausbildung in Deutschland macht fit für einen globalen Arbeitsmarkt und moderne Wissensgesellschaften. Zum Austausch über Erfahrungen, Erfolge und zukünftige Herausforderungen lud der DAAD im April 2018 nach Berlin zur Tagung „International Graduate Education in Germany and Abroad – A global PhD“.

„Warum öffnen die Deutschen trotz Klimaanlage und selbst im Winter immer erst mal die Fenster?“ Gefragt nach seiner befremdlichsten Erfahrung in Deutschland, sorgte Casper Claassens Gegenfrage auf der Berliner DAAD-Konferenz zum globalen PhD für große Heiterkeit. Aber auch jenseits dieser Anekdote erntete der PhD-Student aus Südafrika zustimmendes Nicken von den teilnehmenden deutschen und internationalen Doktoranden. Claassen berichtete von seinen zahlreichen positiven Erfahrungen als Doktorand in Berlin an der Hertie School of Governance – und viele im Saal hatten ähnliche Erfahrungen gemacht.

Einfach und effektiv: international promovieren
Claassen erzählte zum Beispiel von einfachen und kostenlosen Bewerbungs- und Einschreibungsverfahren, von der unkomplizierten Unterstützung vor Ort, dem leichten Erhalt von relevanten Informationen. „Vor allem hätte ich nicht erwartet, dass ich innerhalb der ersten zwei Monate im Ausland sogar Zugang zu wertvollen internationalen Konferenzen haben würde“, betonte der Südafrikaner. „Das hat meine Forschung inhaltlich bereichert und sehr stimuliert.“

Möglich wird die unkomplizierte Doktorandenbetreuung durch das DAAD-Programm „International promovieren in Deutschland – for all“ (IPID4all). „Unter unseren unzähligen Programmen ist IPID4all ein Juwel“, sagt Dr. Anette Pieper, Direktorin der Abteilung Projekte im DAAD. Das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2014 aufgelegte IPID4all-Programm ist eine Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung in Wissenschaft und Forschung.

„Kein Land der Welt kann heute unsere globalen Probleme alleine lösen“, so Peter Greisler, Leiter der Unterabteilung Hochschulen im BMBF, in Berlin. „Jede Lösung erfordert die Kooperation der besten Köpfe weltweit.“ Die Integration von deutscher Wissenschaft und Forschung in die globalen Wissensflüsse sei ein zentrales Ziel der Bundesregierung, denn „wissenschaftliche Exzellenz gedeiht aus Wandel und Wettbewerb zwischen den Besten der Welt“. 25 deutsche Hochschulen erhalten zur Stärkung dieser Exzellenz eine Förderung im Programm IPID4all und können damit die Internationalisierung der Promotionsphase an ihre Internationalisierungsstrategien anpassen und weiterentwickeln.

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https://www.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/62446-auf-dem-weg-zum-globalen-phd/