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Neues Projekt: Biotechnology in Mining – integration of new technologies into educational practice

Die TU Bergakademie Freiberg (TU BAF) und die National Technical University (NTU) „Dnipro Polytechnic“ arbeiten zusammen mit dem Institut für Ökologie der NTU und dem Institut für Biowissenschaften der TU BAF, um die Lehre auf dem Gebiet „Biotechnologie im Bergbau“ an der NTU zu fördern.

Dabei wurden jeweils Bachelor- und Mastermodule zu mikrobiellen bzw. pflanzenbasierten Biotechnologien entwickelt: „Fundamentals of Microbiology for Mining“ und „Fundamentals of Phytoremediation“ für das Bachelorstudium, „Biomining (Part I. Microbial Technologies in Mining)“ und „Biomining (Part II. Phytomining)“ für das Masterstudium.

In all diesen Modulen wird ein Schwerpunkt auf die praktische Anwendung dieser Technologien gelegt. Der Transfer von Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten erfolgte in Form unterschiedlicher Aktivitäten:

(1) Vorlesungen von Hochschullehrern der TU BAF an der NTU zu den Themen „Fundamentals of Microbiology for Mining“, „Fundamentals of Phytoremediation“ und „Technologies of microbial leaching of metals“; Diese Vorlesungen dienten als Grundlage für die Dozenten der NTU zur Entwicklung entsprechender eigener Vorlesungen.

(2) Praktika von Studierenden der NTU (Masterstudiengänge Ökologie und Bergbau) am Institut für Biowissenschaft der TU BAF zu den Themen „Phytomining“ und „Microbiology in Mining“: Die Inhalte und Versuche dieser Praktika wurden gemäß den fachlichen und didaktischen Zielsetzungen und der technischen Möglichkeiten in Praktika an der NTU f ür Ökologie- und Bergbaustudierende eingebaut.

(3) Aufbau eines Labors an der NTU: Mit Mitteln des DAAD wurde an der NTU ein chemisch-biologisches Labor zu experimentellen Arbeiten über pflanzen- und mikrobenbasierte Technologien im Bergbau eingerichtet.

(4) Masterarbeiten unter gemeinsamer Betreuung durch NTU und TU BAF: Studierende des Studiengangs Ökologie an der NTU verteidigten erfolgreich ihre Masterarbeiten zu den Themen ”Studying the Environmental Hazard Level of Soil Pollution by Vehicles and Developing Methods for its Decreasing” sowie “Studying the Possibility of Using Brown-Red Clay for Reclamation of Waste Rock of Coal Pits of Western Donbas”, wofür die praktischen Arbeiten teilweise an der TU BAF stattfanden. Die Absolventen konnten ihre Masterarbeiten auf mehreren nationalen Konferenzen in der Ukraine vortragen.

(5) Fachexkursionen in Bergbaubetriebe der Ukraine: Im Rahmen von drei Exkursionen wurden Bergbaubetriebe in der Umgebung von Dnipro, mit welchen die NTU kooperiert, besichtigt mit Schwerpunkt Gewinnung der Ressourcen, Umweltbeeinträchtigungen, Rekultivierung / Wiedernutzbarmachung von Bergbaufolgeflächen, Wiederverwendung von Asche- und Schlackeabfällen von Wärmekraftwerken und von Rückständen der Kohleaufbereitung. Die gemeinsam erarbeiteten Module wurden inzwischen in die Studienablaufpläne der Studiengänge Umweltwissenschaften, Bergbau und Geologie an der NTU integriert.

Mehr dazu kann man hier erfahren:

Zur Homepage des Projekts

 

STUBE: Das Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa

Außeruniversitäre Begleitveranstaltungen, die am Globalen Lernen und dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerichtet sind, sollen Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa unterstützen und eine entwicklungspolitische Sensibilisierung und Qualifizierung der Studierenden ermöglichen. Die Transformation zu einer ökologischeren und sozial gerechteren Weltgesellschaft ist dabei das Ziel. In elf Bundesländern bzw. Regionen wird das Programm angeboten und wird aus Geldern der evangelischen Kirche und weiteren öffentlichen Mitteln finanziert.

Die rund 230.000 ausländischen Studierenden, von denen 3/4 in Deutschland aus Entwicklungs- und Schwellenländern kommen, tragen zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen bei. Darüber hinaus bereichern sie mit ihrem Fachwissen den deutschen Arbeitsmarkt. Sie sind zukünftig dringend benötigte Fachkräfte in ihrem Heimatland und stellen dann gute Brückenbauer(innen) zwischen den Ländern dar. 85% dieser Studierenden verdienen sich ihr Studium selbst. Sie sind sogenannte „freemover“, d.h. sie erhalten kein Stipendium und damit gibt es für sie keine spezifischen Betreuungsangebote wie für die Stipendiaten. Um sich in der deutschen Hochschul- und Alltagskultur zurechtzufinden, sich sozial zu integrieren sowie ihr Studium entwicklungspolitisch auszurichten, sind Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika auf spezifische Orientierungsprogramme angewiesen.

STUBE bietet diesen Studierenden einen Raum zum erfahrungs- und entwicklungsbezogenen Informationsaustausch. Es setzt schon zu Beginn des Studiums an und ist studienbegleitend ein Forum sowohl für Fragen nachhaltiger Bildung und Entwicklung als auch der persönlichen Zukunftsplanung. Ebenfalls wird ein Bezug zur Heimat geschaffen und erhalten.

Was macht STUBE?

  • Interdisziplinäre, interreligiöse, geschlechtergerechte und diversitätssensible Ausrichtung
  • Partizipation der Studierenden: inhaltlich, logistisch, methodisch
  • Lebensnahe Diskussion von Theorie und Praxis sowie Reflektion von Wissenstransfer
  • Unterstützung der Studierenden, ihr Studium an den Bedürfnissen ihres Herkunftslandes zu orientieren
  • Ausbildung von STUBE MultiplikatorInnen, die im Sinne der SDGs einen Beitrag in Deutschland, zum Beispiel an Schulen leisten
  • Kooperation mit Hochschulen, Hochschulgemeinden, entwicklungspolitischen und interkulturell arbeitenden Initiativen und Organisationen
  • Förderung von Süd-Süd-Netzwerken

Ziele

Mit den Seminarangeboten trägt STUBE zu einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung bei. Mit der Ausbildung und Vermittlung von Multiplikator*innen an Schulen und Gemeinden fördert STUBE Globales Lernen. Mit der Entwicklung von Handlungsperspektiven und der Ermutigung zur politischen Verantwortungsübernahme ist STUBE auch ein Programm der Transformativen Bildung. Soziale Ungerechtigkeit, Verletzung von Menschenrechten, Erderwärmung, Artensterben, Klimakatastrophen, Kriege, – die Menschheit steht vor großen Herausforderungen. STUBE bedeutet, Menschen dazu zu empowern, nicht wegzuschauen, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Daher setzen wir uns für die sozial-ökologische Transformation ein und richten unsere Themen an den 17 universell gültigen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen aus.

Was bietet das Programm?

  • Wochenendseminare, Studientage, Exkursionen, Ferienakademien, Workshops und Abendveranstaltungen zu entwicklungsbezogenen Themen
  • Multiplikator(inn)enschulungen für interkulturelle und landeskundliche Einsätze zum Beispiel in Schulen und Gemeinden
  • Unterstützung eigener entwicklungsbezogener Aktivitäten der Studierenden an den Hochschulen und in den Hochschulorten
  • finanzielle Unterstützung für ein entwicklungs- und berufsbezogenes Praktikum oder eine Forschungsarbeit im Heimatland (BPSA)
  • Vorbereitung auf die Rückkehr ins Heimatland und Existenzgründung in länderübergreifenden Seminaren
  • Nachkontakt- und Alumniarbeit mit ehemaligen Teilnehmer(innen) des STUBE-Programms

Weitere Informationen gibt es hier:

http://stube-info.de/

 

 

 

 

 

Neuestes Best-Practice: MIN Graduiertenschule International

Die MIN Graduiertenschule International ist ein DAAD-gefördertes Projekt an der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaft (MIN) der Universität Hamburg. Sie strebt an, die internationale Sichtbarkeit der Forschungsleistung Promovierender zu erhöhen, deren internationale Mobilität zu fördern und besonders geeignete internationale Bewerber und Bewerberinnen für eine Promotion an der MIN Fakultät in Hamburg zu gewinnen.
Zur Erreichung der übergeordneten Ziele wurde in den vergangenen Jahren ein auf die besonderen Bedürfnisse junger Wissenschaftler maßgeschneidertes Angebot an Maßnahmen etabliert.

So bieten seit Januar 2015 zwei akademische Tutoren wöchentliche Beratungen für internationale Promovierende im Falle administrativer Herausforderungen bzw. bei Problemen des täglichen Lebens an. Zum Ausbau wissenschaftlicher und berufsqualifizierender Schlüsselqualifikationen organisiert die MIN Graduiertenschule International darüber hinaus fortlaufend ein weites Angebot englischsprachiger Soft-Skill-Kurse; beispielsweise „Scientific writing“, „Communication in science“ oder „Peer reviewed Publishing: Rules, Strategies and Pitfalls“. Um die Kommunikation und Vernetzung zwischen den deutschen und ausländischen Promovenden der MIN-Fakultät zu unterstützen, bietet die MIN Graduiertenschule International außerdem regelmäßige abendliche Doktorandentreffen mit überfachlichen Themen in Form von Vorträgen oder Paneldebatten an.

Darüber hinaus unterstützt die MIN Graduiertenschule International die Promovierenden der MIN-Fakultät auch finanziell im Rahmen verschiedener Ausschreibungen, so zum Beispiel bei der finanziellen Umsetzung von Forschungsvorhaben und Konferenzaufenthalten im Ausland.

Die MIN Graduiertenschule International bezuschusst außerdem Gruppen von Promovenden, die selbst einen internationalen Workshop im Hamburger Umfeld organisieren möchten. Workshops oder Summer Schools, die in einem relativ kleinen Kreis hochkarätigen Austausch fördern, sind eine geeignete Chance für Promovenden, eine internationale Karriere vorzubereiten.

Zudem bietet die MIN Graduiertenschule International interessierten internationalen Bewerbern und Bewerberinnen, die eine Promotion an der MIN-Fakultät der Universität Hamburg anstreben, die Möglichkeit zu einem einmonatigen Kennenlernaufenthalt. Hierbei können Unklarheiten bezüglich notwendiger Voraussetzungen der Promotionszulassung sowie Besonderheiten bei interdisziplinären Themen ausgeräumt, aber auch die Fakultät und die Stadt kennengelernt werden.

Zur Gewinnung herausragender internationaler Bewerberinnen und Bewerber für eine Promotion an der Universität Hamburg werden die offiziellen Stellenausschreibungen der Universität Hamburg darüber hinaus u. a. auf renommierten Internetportalen wie ResearchGate veröffentlicht oder bei internationalen Karrieremessen ausgestellt.

Ein besonderes Angebot der MIN Graduiertenschule International ist, dass Promovierende die Chance haben, ihre Arbeiten vor Veröffentlichung durch ein professionelles Lektorat Korrektur lesen zu lassen.

weitere Informationen:

Website:
https://www.min.uni-hamburg.de/en/min-graduiertenschule/min-graduiertenschule-international.html