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Studie veröffentlicht: Mini-Computer bewährt sich in der Grundschule

Wissenschaftlerinnen der Universität Bremen haben mit Unterstützung der Telekom-Stiftung untersucht, ob der Einsatz von Calliope-Computern in der Grundschule sinnvoll ist. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden jetzt veröffentlicht. Handreichungen für den Unterricht folgen in Kürze.

Praktische Einführung in die digitale Gesellschaft

„Wenn Grundschülerinnen und Grundschüler, die noch wenige Wochen zuvor kaum Erfahrungen in der Nutzung von Laptops beziehungsweise Desktop-Computern hatten, mit Erfolg eine eigene Programmieridee entwickeln und umsetzen können, dann haben sie weit mehr gelernt als die Nutzung eines neuartigen technischen Gerätes“, betonen die Autorinnen der Studie „Calliope mini – Mikrocontroller programmieren im Grundschulunterricht“. Die Schülerinnen und Schüler hätten die Erfahrung gemacht, durch Programmierung ein eigenes Vorhaben umsetzen zu können, und dabei ihre Rolle in der digitalen Gesellschaft erprobt.

Auf Seiten der Universität Bremen leiteten Professorin Lydia Murmann (Sachunterricht), Professorin Heidi Schelhowe (fächerübergreifende Medienbildung) und Dr. Iris Bockermann (fächerübergreifende Medienbildung) die Studie. Bei der Umsetzung kooperierten sie mit dem LIS – Landesinstitut für Schule und drei Bremer Grundschulen.

Dem Link folgend kann die gesamte Studien heruntergeladen werden:

https://www.uni-bremen.de/de/universitaet/presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/news/detail/News/mini-computer-bew%C3%A4hrt-sich-in-der-grundschule/

Die OECD-Studie: Deutsches Bildungssystem eröffnet Chancen

Deutschland überzeugt in OECD-Studie mit einem flexiblen Bildungssystem und zukunftsweisender Qualifizierung

Deutschland steht im internationalen Vergleich mit seinem zweigleisigen Bildungssystem aus beruflicher und akademischer Bildung gut da: Es ermöglicht Chancengerechtigkeit und die Integration junger Zuwanderer. Zudem schafft es durch die hohe Bildungsbeteiligung von Frauen und Männern gleichermaßen und die weit überdurchschnittliche MINT-Orientierung gute Voraussetzungen für die digitale Zukunft. Der diesjährige OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2018“, der von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 11. September 2018 gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellt wurde, bescheinigt Deutschland ein stabiles, leistungsfähiges Bildungssystem.

„In Deutschland haben wir ein Bildungssystem, das Chancen eröffnet. Es ermöglicht jeder und jedem, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, den passenden Karriereweg zu gehen und damit die Grundlage für ein gutes Leben zu legen“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek bei der Präsentation der Daten. „Berufliche Bildung und akademische Bildung sind bei uns gleichwertige und zukunftsfähige Karrierealternativen. Das ist unser Wettbewerbsvorteil im internationalen Vergleich und diesen werde ich weiter ausbauen. Es freut mich sehr, dass der OECD-Bericht diese besondere Stärke Deutschlands anerkennt. Wir erkennen aber auch die Herausforderungen. Wir wollen uns mit vereinten Kräften weiter dafür einsetzen, allen Menschen in Deutschland die gleichen Chancen in Bildung, Ausbildung und Beruf zu ermöglichen.“

In den letzten 10 Jahren ist die Beschäftigungsquote für junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren mit einem Abschluss im mittleren Qualifikationsbereich um sechs Prozentpunkte von 77% (2007) auf 83% (2017) angestiegen. Sie liegt damit weit über dem OECD-Durchschnittswert (77%). Auch bei jungen Zuwanderern funktioniert der Übergang von Bildung in Beschäftigung gut. Die Beschäftigungsquoten von Menschen, die in Deutschland geboren wurden und solchen, die in einem jungen Alter (vor ihrem 15. Lebensjahr) nach Deutschland eingewandert sind, unterscheiden sich kaum: Die Beschäftigungsquote im mittleren Qualifikationsbereich liegt gleichauf hoch bei jeweils 82%. Im höheren Qualifikationsbereich, das heißt bei Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss beträgt die Differenz in der Beschäftigungsquote lediglich einen Prozentpunkt (91% für in Deutschland geborene Personen bzw. 90% für jung Eingewanderte).

Was den Lehrerbedarf betrifft, haben die Länder vereinbart, sich über länderspezifische Konzepte zur Gewinnung von Lehrkräften auszutauschen. „Gerade in Zeiten des erhöhten Lehrerbedarfs, der auch durch die neu Zugewanderten beeinflusst wird, ist es uns wichtig, dass der Lehrerberuf in der Öffentlichkeit eine höhere Wertschätzung erhält. Dies betrifft auch die Quereinsteiger, die eine wichtige und wertvolle Rolle spielen, wenn es darum geht, geregelten Unterricht zu gestalten“, unterstreicht Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz und Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport. „Zusätzlich unterstützen wir die Lehrer mit Schulsozialarbeitern, Assistenten und Integrationshelfern“, erklärt Holter.

In keinem anderen OECD-Land ist der MINT-Abschluss so beliebt wie in Deutschland. Mehr als ein Drittel aller Absolventen (36%) erwarb 2016 einen tertiären Abschluss, d.h. einen Hochschulabschluss oder einen berufsorientierten tertiären Bildungsabschluss, in einem MINT-Fach (OECD-Durchschnitt: 24%). Das Interesse von Frauen an einem Promotionsstudium, auch in MINT-Fächern, ist gestiegen. Fast jeder zweite Anfänger im Promotionsstudium (46%) in Deutschland ist eine Frau und rund 37% der Anfängerinnen entscheiden sich für eine Promotion in einem MINT-Fach. Im OECD-Durchschnitt sind es 31%. Holter erklärt dazu: „Erfreulich ist, dass der Anteil der MINT-Absolventen gemessen an den Absolventen des tertiären Bereichs sehr hoch ist. Wir werden bei den Hochschulen dafür werben, noch mehr internationale Studierende für diese Fächergruppen zu gewinnen, und Bemühungen der Schulen und Hochschulen unterstützen, die das Interesse der Frauen an den MINT-Fächern wecken und ihren Anteil in diesen Studiengängen weiter steigern.“

Eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse sowie weitere Informationen finden Sie im Anhang 

www.bmbf.de/de/deutsches-bildungssystem-eroeffnet-chancen-6908.html

Studium immer internationaler: Studie Wissenschaft weltoffen 2018 veröffentlicht

Deutsche Hochschulen bleiben auch weiterhin für internationale Studierende und Forschende attraktiv. Das zeigt der Bericht „Wissenschaft weltoffen 2018“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) vorgestellt hat.

Zielvorgaben bei den ausländischen Studierendenzahlen übertroffen

Die Zahl der eingeschriebenen ausländischen Studierenden  (Bildungsinländer*innen und -ausländer*innen) hat sich im vergangenen Jahr von 340.000 auf 359.000 weiter vergrößert.  Damit wurde das 2013 von Bund und Ländern gesteckte Ziel, 350.000 ausländische Studierende in Deutschland bis zum Jahr 2020 zu erreichen, bereits übertroffen. Der Anteil der ausländischen Studierenden beträgt damit knapp 13% (12,8%).

Vor allem Ingenieursfächer bei Bildungsausländer*innen bliebt

Die Zahl der der Bildungsausländer*innen , die in einem MINT-Fach eingeschrieben sind, beträgt 47,5%  und ist im Vergleich zum Vorjahr weiter leicht gestiegen.  Allerdings ist diese hohe Zahl den vielen internationalen Ingenieursstudierenden (37,0%) zu verdanken. Die restlichen MIN-Fächer studieren nur 10,5% der internationalen Studierenden.

Abbruchquote weiter gestiegen 

Kopfschmerzen sollte den Hochschulen jedoch weiterhin die hohe Abbrecher*innenquote bei den internationalen  Studierenden machen. 45 Prozent der ausländischen Bachelorstudierenden und 29 Prozent der Masterstudierenden brechen ihr Studium vorzeitig ab. Deutsche Studierende weisen dagegen eine Abbruchquote von 28 Prozent im Bachelor und 19 Prozent im Master auf. Gerade der hohe Wert bei Bachelorstudierenden, der im Vergleich zur letzten Erhebung nochmals um 3% gestiegen ist, ist alarmierend. Die Steigerung des Studienerfolgs ist zuletzt zu einer der zentralen hochschulpolitischen Aufgaben erhoben wurden. Da die aktuellen Daten sich noch auf die Kohorten von 2012/2013 beziehen, können sie jedoch nur sehr bedingt als Indikator für den Erfolg der Bemühungen der Hochschulen in den letzen Jahren dienen.

Immer mehr ausländische Wissenschaftler*innen 

Auch die Zahl der ausländischen Wissenschaftler*innen, die an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten, nimmt konstant zu:  Seit 2007 ist die Zahl des ausländischen Wissenschaftspersonals an deutschen Hochschule um 84% gestiegen, und beträgt 11%.

Mit 20% liegt der Anteil bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen deutlich höher und die Entwicklung noch dynamischer. Allein im Vergleich zur Erhebung im letzten Jahr ergab sich eine Steigerung um 12%.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek äußerte sich zufrieden: „Deutschland ist ein international hochattraktiver Wissenschaftsstandort und profitiert vom internationalen Austausch. […] Gelebte Wissenschaftsfreiheit und unsere Investitionen in die Hochschulen zahlen sich mehr denn je aus. Das deutsche Wissenschafts- und Hochschulsystem ist international vernetzt und im besten Sinne weltoffen – allen Abschottungsdiskursen zum Trotz.“

Den gesamten Bericht steht hier zum Download bereit:
http://www.wissenschaftweltoffen.de/publikation

 

Studie: MINT Vorbild bei Internationalisierung mit einigen Schwächen

Die kürzlich veröffentlichte Studie von Stifterverband, Daimler-Fonds und der Daimler und Benz-Stiftung „wie international ist MINT“ widmet sich der Internationalisierung der MINT-Fachbereiche.
Die Studie gibt einerseits mithilfe der Hochschulstatistik einen Überblick über den aktuellen Stand und die Entwicklung der Internationalisierung der MINT-Fächer, anderseits widmet sie sich auch den Rahmenbedingungen für deren Umsetzung. Darüber hinaus werden geeignete Instrumente und deren Wirksamkeit beleuchtet. Für die Analyse wurden die Leitungen der Fachbereiche und Fakultäten in den MINT-Fächern befragt.

Wo MINT Vorbild ist

  • Attraktivität von MINT bei ausländischen Studierenden: In keinem Land entscheiden sich so viele Studierende aus dem Ausland für ein Ingenieurstudium wie in Deutschland. Bildungsausländer entscheiden sich häufiger für die MINT-Fächer als einheimische Studierende.
  • Angebote zu internationalisation@home: Jeder zweite internationale Studiengang ist ein MINT-Fach. In dieser Fächergruppe gibt es damit überdurchschnittlich viele international ausgerichtete curriculare Angebote.
  • Ambitionierte Ziele: Drei Viertel der MINT-Dekane wollen, dass ihr Bereich in Zukunft noch internationaler wird.
  • Gewinnung internationaler Gastwissenschaftler: Ausländische Wissenschaftler, die zeitweise in Deutschland forschen und lehren, vertreten überdurchschnittlich häufig eine MINT-Disziplin.
  • Internationale Kompetenzen für wissenschaftlichen Nachwuchs: Der überwiegende Anteil von MINT-Fachbereichen unterstützt aktiv die Verbesserung der Sprachkenntnisse, finanziert die Teilnahme an internationalen Konferenzen und Forschungsaufenthalte und stärkt die Entwicklung interkultureller Kompetenzen.
  • Gute Unterstützung in der Eingangsphase: Fast flächendeckend werden Maßnahmen zur fachlichen und sprachlichen Betreuung sowie Informations-, Orientierungs- und kulturelle Angebote für den Studienstart erfolgreich umgesetzt.

Wo MINT Stärken und Schwächen zeigt

  • Trend bei ausländischen Studierenden: Die Zahl von ausländischen MINT-Studierenden wächst ähnlich schnell wie im Durchschnitt der Fächer. Eine Ausnahme ist die Zahl der Ingenieurstudierenden an Universitäten, die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.
  • MINT-Studentinnen aus dem Ausland: Frauen, die für ein Studium nach Deutschland kommen, wählen häufiger ein MINT-Fach als einheimische Studentinnen. Allerdings ist der Abstand zum MINT-Anteil bei Männern ähnlich groß.
  • Anteil internationales Lehrpersonal: Im Vergleich der Disziplinen haben Mathematik und Naturwissenschaften den höchsten Anteil von Wissenschaftlern aus dem Ausland. Die technischen Fächer sind dagegen unterdurchschnittlich mit internationalem Personal besetzt.
  • Bleibeabsichten ausländischer MINT-Absolventen: Ein unterdurchschnittlicher Anteil ausländischer MINT-Studierender möchte nach dem Abschluss in Deutschland bleiben. Allerdings planen überdurchschnittlich viele Masterabsolventen der Mathematik und Naturwissenschaften eine Karriere in Deutschland.
  • Enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft: Knapp 80 Prozent der Fachbereichsleiter sind mit der Zusammenarbeit mit Unternehmen im Bereich Praxisbezug und Übergang in den Arbeitsmarkt zufrieden. Aktiv wird mit der regionalen Wirtschaft zusammengearbeitet. Ein Nachholbedarf besteht bei Kooperationen mit Partnern im Ausland.

Wo MINT Nachholbedarf hat

  • Anteil internationaler Studierender: In fast allen Fächern des MINT-Spektrums, an Fachhochschulen und Universitäten, sind anteilig teils deutlich weniger internationale Studierende eingeschrieben als im Fächerdurchschnitt. Nur bei den angehenden Ingenieuren an Universitäten finden sich überdurchschnittlich viele Studierende aus dem Ausland.
  • Internationale Mobilität einheimischer Studierender: Der Anteil von Studierenden mit Auslandserfahrung ist in keiner anderen Fächergruppe so gering wie in MINT. Im Erasmus-Programm nehmen beispielsweise nur halb so viele MINT-Studierende teil, wie es gemessen an der Studierendenzahl zu erwarten wäre.
  • Interkulturelle Kompetenzen beim Personal: An jedem zweiten Fachbereich ist die Verwaltung aus Sicht der Dekane nicht adäquat auf die Internationalisierung vorbereitet. Eine bessere Vorbereitung besteht allerdings beim Lehrpersonal.
  • Fest verankerte Module für Auslandsaufenthalte: Zwar verfügt jeder vierte Fachbereich über curriculare Elemente zur Stärkung internationaler Kompetenzen, Auslandssemester und Praktika zählen aber nur in Ausnahmenfällen dazu.
  • Digitale Instrumente: Aktive Onlinebetreuung, -vorlesungen, -seminare und -prüfungen sind noch wenig verbreitet. Nur Onlinebewerbungsportale und Portale zur Studienorganisation sind flächendeckend im Einsatz.

Ohne Drittmittel geht kaum was

Internationalisierung bedarf Investitionen, beispielsweise für die Organisation von Willkommens- und Austauschprogrammen, die Pflege von Kontakten mit Hochschulen im Ausland und das internationale Hochschulmarketing.  […][ Der Bedarf an solchen Investitionen an den MINT-Fachbereichen wächst jedoch. An 83,3 Prozent der staatlichen Universitäten und 74,5 Prozent der staatlichen Fachhochschulen ist die
Zahl der Maßnahmen beziehungsweise Projekte zur Internationalisierung in den letzten fünf Jahren gestiegen. An den restlichen Hochschulen blieb die Anzahl der Maßnahmen gleich. Unter den Fachbereichen zeigen Mathematik und die Naturwissenschaften den größten Zuwachs. Die Finanzierung der Maßnahmen zur Internationalisierung erfolgt durch unterschiedliche
Quellen. Auf Drittmittel verzichten dabei die wenigsten Einrichtungen.
84,8 Prozent der staatlichen Fachhochschulen und 87,5 Prozent der staatlichen Universitäten arbeiten mit externen Fördermitteln. Ein zentraler Akteur bei der externen Finanzierung von Maßnahmen zur Internationalisierung ist der DAAD. Allerdings finanzieren die Hälfte der Fachbereiche an staatlichen Fachhochschulen und 42,4 Prozent der Fachbereiche an staatlichen Universitäten ihre Internationalisierungsmaßnahmen
ausschließlich oder überwiegend durch Grundmittel.

 

Zum Download der gesamten Studie: https://www.stifterverband.org/pressemitteilungen/2018_06_05_minternational

Aktualisiertes Best Practice: Vorbereitungssemester für internationale Studierende

Das Vorbereitungssemester ist ein studienvorbereitendes Programm von 1 bis 2 Semestern Dauer. Es richtet sich insbesondere an internationale Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Fluchthintergrund, die ihre Hoch¬schulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben.

Durch eine intensive Studienberatung und Betreuung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Studienwahl unterstützt und beim Übergang in das Fachstudium begleitet.

Das Programm bietet eine intensive sprachliche als auch lernstrategische und fachliche Vorbereitung auf ein Bachelor-Studium an der Universität Ulm. Neben (Fach-)Sprachkursen beinhaltet es ein umfangreiches Programm mit verschiedenen Kursen und Tutorien zur allgemeinen Studien- und Fachkompetenz. Zudem wird die Integration am Hochschulstandort gefördert. Zusätzlich haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit erste Fachveranstaltungen zu besuchen.

weitere Informationen:

https://club-mint.org/best-practice/vorbereitungssemester-fur-auslandische-studierende/

Technologischer Fortschritt wird in der Gesellschaft skeptisch betrachtet: Studie von Technikradar veröffentlicht

In der am 25.05.18 veröffentlichten repräsentativen Studie „Was die Deutschen über Technik denken“ untersucht das TechnikRadar von acatech  – die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und  die Körber-Stiftung die Einstellungen der Deutschen zu technologischen Entwicklungen.

Es geht aus der Studie hervor, dass die deutsche Gesellschaft dem sich rasant entwickelnden technologischen Fortschritt kritisch gegenüber stehen. 60,2 % der Befragten gehen davon aus, dass der technische Fortschritt negative Auswirken auf das individuelle Leben hat und Zwänge für die Einzelnen produziert. Dass dieser sich überhaupt aufhalten lasse, daran glauben nur 10% der Befragten.

Technik kein Heilsbringer

Die Deutschen sind skeptisch, ob Technik entscheidend dazu beitragen kann die globalen gesellschaftlichen Probleme zu lösen:  Nur 24,6% sind optimistisch, dass die Technik mehr Probleme löst, als sie schafft. Allerdings glauben mehr als 30%, dass Hunger, Armut und Klimawandel  mit Hilfe moderner Technologie gelöst werden können. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen (73,7%) möchte, dass technischer Fortschritt im Einklang mit Werten wie Umweltschutz und Gerechtigkeit im Einklang steht.

Digitalisierung 

Zwar versprechen sich die  Deutschen mehrheitlich von der Digitalisierung eine Entlastung (54%), doch hat eine größere Prozentzahl (60,6%) Bedenken, dass sie ihre persönlichen Daten verlieren. Skeptisch sind die Deutschen vor allem beim Einsatz von  Pflegerobotern und befürchten, dass es den Patienten dadurch  an menschliche Zuwendung fehlen wird (80,8%) und diese sich ohnehin nur wohlhabendere Leute leisten werden können.
Smart-Home-Technologien betrachten die Mehrheit der Deutschen (67,9%) als unsicher. Sie befürchten illegale Zugriffe auf ihr Heim. Nutzen tun diese Technologien nur 8,1% der Deutschen.

Debatte über Technologie und Anwendung nötig

„Nicht Technik an sich steht für die Deutschen im Mittelpunkt des Interesses, sondern ihre soziale Einbettung – die Ziele, die mit ihr angestrebt werden ebenso wie die Folgen ihres Einsatzes. Zu dieser dringend notwendigen Debatte um den Stellenwert, die Gestaltung und die Regulierung technischer Innovationen will das TechnikRadar zukünftig beitragen“ resümiert Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, die Ergebnisse der Studie.

„Die repräsentative Studie […], soll von nun an regelmäßig durchgeführt werden und mögliche Fehlentwicklungen des technologischen Wandels sichtbar machen.“

 

Mehr Infos: https://idw-online.de/de/news696284

Projektseite TechnikRadar:  http://www.acatech.de/de/projekte/projekte/technikradar.html

Download der Publikation: http://www.acatech.de/de/publikationen/position/kooperationspublikationen/detail…

Study published: Global Trends Study – Unlocking the Growth in Human Age

The Mercer published an inspiring study in which the chances and challenges for companies and workforce in the future economy are discussed.

The motto of the paper is „embracing the Human Age“: claiming that digitalization and automation do not necessary adversely affect the situation of the human workforce, nor makes it dispensable. Rather has the redesign of the future of work a huge potential to actually make workplaces more human centered. Technology will not make employees obsolete it „maximize its impact only when paired with human judgment.“

„Technology’s role in displacing workers appears to conflict with its role in augmenting human capability. But this is the true future of work: an integration of automation and human capital.“

In that vision the investments for a digital transformation are not only of technological nature, Human Resources Leaders have to focus also increasingly on the needs of their employees to stay competitive. Providing them more e.g. more flexible working time, meaningful functions, career perspectives, professional development and education, well-being and health.

Download the paper here: https://www.mercer.com/our-thinking/career/global-talent-hr-trends.html?utm_source=twitter&utm_medium=social 

 

Studie/Befragung zur internationale Mobilität von Wissenschaftler*innen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung führt in Kooperation mit dem DAAD zurzeit im Rahmen einer Studie eine Befragung von internationalen Wissenschaftler*innen und Studierenden durch.
Die Studie möchte Erkenntnisse über die Motivation für einen wissenschaftlichen Auslandsaufenthalt gewinnen. Darüber hinaus interessiert es uns, welche Informationsbedürfnisse vorhanden sind und welche Informationsquellen genutzt werden. Die Ergebnisse sollen Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit dabei helfen, die Situation internationaler Wissenschaftler*innen besser zu verstehen und so besser auf ihre Anliegen eingehen zu können.

Die Befragung richtet sich an Wissenschaftler der folgenden drei Karrierestufen:

1. Bachelor- und Masterstudierende, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben
2. Promotionsstudierende (Doktor und Ph.D.)
3. Post-Docs (z. B. Junior-Professoren, Research Fellows, Research Assistants, Lecturer, etc.)

Die Herausgabe einer Publikation mit den aggregierten Befragungsergebnissen ist für Anfang 2019 geplant.

Hier geht es zur Befragung: https://survey.prognos.com/index.php/865711?lang=de